Pucktuch

Durchschlafen? Ich auch.

Eine Geburt ist anstrengend, ja richtiggehend auslaugend. Um sich zu erholen, braucht der Organismus viel Schlaf.

Aber halt: da ist jemand, der durchaus lieber zu schreien scheint. Ständig hält das Baby die Eltern auf Trab. Wir wollen alles für die Kleinen tun und die Liebe und Fürsorge erschöpft uns zunehmend. Doch was man dabei nicht vergessen sollte: der Organismus des Kindes ist ebenso angestrengt und das Kleine braucht den Schlaf noch dringender als seine Eltern.

Die Ruhe und das Gefühl, umhüllt und umsorgt zu sein, welche Babies im Mutterleib erlebt haben, brechen mit der Geburt schlagartig ab. Eine Menge neuer Eindrücke hageln geradezu auf die Kleinen ein. Und manchmal scheint es, zur Verarbeitung hilft nur noch Schreien.

Da bietet sich das Pucken an. Es geht auf die Tradition des Wickelns zurück, die bis vor wenigen Jahrzehnten Gang und Gäbe war. Viele traditionelle Gesellschaften wie die Hopi Indianer haben ihre Kinder gewickelt.

In den letzten Jahren haben viele frischgebackene Eltern erstaunliche Erfahrungen damit gemacht, endlich schläft ihr kleiner Liebling ein und mehrere Stunden durch.

Die Studien der Universität Brüssel und bei der Amerikanischen Akademie  für Pädiatrie haben ergeben, dass sich das Pucken äusserst positiv auf das Schlafverhalten von Kleinkindern auswirkt. Sie schlafen leichter wieder ein und wecken sich weniger leicht durch Zuckungen in Armen und Beinen während des Schlafens.

„Unser Tim war in seinen ersten Lebenswochen Abends häufig sehr nervös und hatte grosse Mühe einzuschlafen. Im Pucktuch hat er sich jeweils sehr schnell beruhigt und danach viel besser und länger geschlafen.“

Der Vorteil des Puckens ist, dem Kleinkind eine Erfahrung wiederzugeben, die es gewohnt ist. Warm eingepackt und gehalten wie in einer Umarmung fällt es vielen Babies leichter, sich selbst zu beruhigen. Diese Ruhe wirkt sich positiv auf die Entwicklung aus.

Mit drei einfachen Handgriffen wird das Baby eingewickelt, so dass seine Bewegungen nicht ins Leere gehen, sondern aufgefangen werden. Das vermittelt ein Gefühl der Geborgenheit und erleichtert erwiesenermassen das Einschlafen. Nicht nur für die Babies:

„Ich würde das Tuch nicht mehr hergeben. Wenn ich es schon bei meinem ersten Kind gehabt hätte, hätte ich keine solche Angst vor dem zweiten gehabt.“ K. F., Mutter aus Sursee.