Wandern mit Kindern: Heute Wildkirchli

Es soll ja Kinder geben, die gerne wandern – hab ich gehört – von anderen Eltern… Leider gehören unsere drei nicht dazu. Bislang konnte sie gar nichts zum wandern motivieren. Bis wir im vergangenen Sommer, es war ein wirklich grusiger Regentag – beschlossen, ins Appenzell zu fahren – nach Wasserauen – hoch zum Wildkirchli. Ein guter Freund hatte davon erzählt und es hörte sich für mich einfach sehr spannend an: Spektakuläre Aussicht über das Appenzellerland und eine relativ kurze, einfache Wanderung, also auch mit kleinen Kindern machbar. Auf ging es!

Die Freude bei den Kindern war natürlich „riesengross“… aber ich versuchte mit Volksliedern wie „Hoch auf dem gelben Wagen“ oder „Das Wandern ist des Müllers Lust“ für bessere Stimmung zu sorgen – erntete jedoch nur böse Blicke (12 jähriger Sohn) oder dumme Kommentare, wie „Mama, du kannst ja gar nicht singen“ (7 jähriger Sohn) – einzig der 5 jährige war gut drauf. Egal. Die Fahrt verging so wie im Flug und wir parkten in Wasserauen, um von dort direkt auf die Ebenalp zu fahren. Hinein ging es in die Luftseilbahn – und ich muss sagen, die Fahrt ist schon ein wenig abenteuerlich, denn wir hatten das Gefühl nun direkt in die Felswand zu fahren – was natürlich nicht passierte – aber die Stimmung war nun sehr aufgeregt und gespannt.

Nach der 6 minütigen Fahrt spazierten wir los – um bei Nieselregen und dicken Wolken und keiner guten Sicht über die Appenzeller Berge – unsere kleine Wanderung zu starten. Der Weg ist gut gesichert und auch mit einem geländegängigen Kinderwagen könnte man diese Tour gehen. Da wir keine Lauflernhilfen mehr für unsere Kinder brauchen – erreichten wir nach circa 10 Minuten die mystischen Wildkirchlihöhlen. In diesen wurden vor über 100 Jahren prähistorische Steinwerkzeuge und Überreste von Höhlenbären gefunden, die erstmals den Beweis erbrachten, dass der Alpenraum schon vor über eine Million Jahren von Menschen bewohnt war. Besonders bei Regenwetter, wie wir es hatten, wirken die Wildkirchlihöhlen besonders geheimnisvoll: Wasser tropft von der Felswänden, das Licht ist nebelig-diffus. Man kann sich bildlich vorstellen, wie sich hier das Leben vor langer Zeit abgespielt hat. Dieses Gefühl überkam wohl auch unsere Kinder, denn sie konnten gar nicht genug bekommen von der Höhlen und erzählten uns lebhaft, wie es hier wohl zugegangen sein könnte.

Mama und Papa? Gibts jetzt hier immer noch Bären? Nein, die sind nicht mehr hier… Doch! Ich glaub da hinten in der Felsspalte, hab ich gerade einen gesehen…

Unsere Kinder, zwischen 12 und 5 Jahren, hatten zusammen Spass! Jeder der mehrere Kinder mit grossem Altersunterschied hat, weiss wovon ich spreche. Das ist nicht selbstverständlich und braucht besondere Recherche und Organisation!

Nachdem wir also die Wildkirchlihöhlen ausgiebig erkundet hatten, ging es weiter. Vorbei an der Höhlenkapelle, in der im Sommer monatlich Bergpredigten abgehalten werden, entlang an der Felswand vorbei über eine hölzerne Galerie – die bei nassem Wetter abenteuerlich, aber nicht gefährlich ist – direkt zum Berggasthaus Äscher, der direkt an die nackte Felswand gebaut ist und einer der ältesten Gasthöfe der Schweiz ist.

Wer mit Kindern unterwegs ist, der weiss: Spätestens nach 1o Minuten Fussmarsch haben sie Hunger! Da wir ja schon seit mindestens 30 Minuten unterwegs waren, wurde es nun auf jedem Fall Zeit für eine Stärkung und die bekommt man im Gasthaus Äscher, in Form von Appenzeller Spezialitäten. Wir sind alle Rösti-Fans – deshalb war klar, was auf den Tisch kommt. Während des Wartens auf unseren „Rösti Snack“ stellten die Kinder mit Staunen fest, dass der Gasthof an die Felswand angeklebt ist. Ich weiss auch nicht, wie das bautechnisch geht – aber es sieht unglaublich aus und fühlt sich auch so an! Denn: Irgendwie schwebt man doch so ein wenig in der Luft…

Gasthaus Äscher - Wildkirchli. Foto: Peter Böhi.
Gasthaus Äscher – Wildkirchli. Foto: Peter Böhi.

Naja, auf jedem Fall wanderten wir nach unserer Stärkung zurück zur Ebenalp und hatten einen echt spannenden Nachmittag. Unsere Kinder schwärmen noch heute von dieser Wanderung, die spannend, eindrücklich, sehenswert und kulinarisch einfach „grosses Kino“ ist.

Wer mehr Infos zu den Wildkirchlihöhlen, dem Wildkirchli und der Ebenalb sucht, kann auf die Seite www.ebenalp.ch gehen. Dort findet ihr auch alles zu Flora, Fauna, geführte Wandertouren und Infos zum Appenzellerland.

/ Antje Brechlin

Janina`s Food Tip

Hackbällchen, Frikadellen, Köttbullar (so heissen sie in Schweden) oder einfach „Hacktätschli“

Entstanden aus  einer „ichnichtweisswaskochenundimmerdasgleicheistsooooolangweilig“ Laune – meine Kids lieben diese Hacktätschli über alles.

Dazu passend empfehle ich euch Gemüse Sticks.

DSC_7051 Rezept:

 1 kg Hackfleisch

2 Eier

3 Zwiebeln (ganz klein gehackt)

Gewürze (davon ganz viel, sollte ja nach was schmecken)

Eventuell Reis (auch Reisresten vom Vortag eigen sich dazu)

Ihr mischt alles und formt es zu kleinen Kugeln. Danach legt man diese Kugeln in die Backform, macht Tomatensauce und Mozzarella darüber.

In den Ofen bei 220°C ca. 40min ausbacken. Falls ihr die Hacktätschchen nicht dunkel mögt, kann man sie während des Backvorgangs mit Alufolie zudecken.

 Auf die Hacktätschli, fertig, loooooos!!!

Eure Janina mit 4 Kids

Unikati – Erinnerungen für ́s Leben

Vor einiger Zeit bin ich im Internet auf etwas höchst Interessantes und Kreatives gestossen: Es geht dabei um unikati – Erinnerungen für`s Leben. Der Kopf hinter dem Namen ist Katrin Kreuels – Zollikofer eine Gipskünstlerin aus Stein AR. Nebst Babybauchabdrücken und Babybauchschalen, die sie in kreative Kunstwerke verwandelt, erstellt sie auch 3D Abdrücke der Händchen und Füsschen von Babys und Kindern aus Gips.kati

Die Idee, dass jemand die Händchen und Füsschen meines neugeborenen Babys Alexis in 3D für die Ewigkeit festhalten kann, gefiel mir so gut, dass ich unikati zu mir nach Hause bestellte.

Im Spätsommer war es soweit und die sehr sympathische Kati besuchte mich im schönen Glarnerland. Anfangs haben wir uns etwas über sie und ihre spannende Tätigkeit als Gipskünstlerin unterhalten, bevor dann der Moment kam, dass wir uns endlich an die gemeinsame Abformung von Alexis Händchen herangewagt haben. Kati erklärte mir erst den Ablauf und dann haben wir gemeinsam losgelegt.

Die Abformung wird mit Alginat gemacht. Dieses Mittel kennt man aus der Zahntechnik und ist gesundheitlich völlig unbedenklich. Kati hat Alginat in Pulverform mitgebracht, welches sie dann mit Wasser mischte, so dass eine homogene Masse, ähnlich einem Schoggimousse, entstand. In diese Masse haben wir dann Alexis Hand eingetaucht. Das ist der wichtigste Moment am Ganzen, denn ab dem Eintauchen in die Masse sollte das Händchen möglichst still gehalten werden, damit ein guter Abdruck entstehen kann. Die Masse beginnt nach wenigen Minuten fest zu werden und erinnert dann an stichfesten Pudding. Allerdings bleibt das Ganze immer noch elastisch und man kann das Händchen ganz leicht wieder rausziehen. So entstand in kurzer Zeit eine Negativform.

Innert der nächsten zwei Stunden werden die Formen mit Keramikgiessmasse ausgegossen und nach der Aushärtung schält man dann das Alginat ab und schon sieht man die winzigen 3D Handabdrücke des eigenen Babys. Gemeinsam haben wir dann noch besprochen, wie die Abdrücke in Szene gesetzt werden sollen. Meist entscheiden sich die Eltern für einen schönen Holzrahmen, mit oder ohne Foto, oder für einen Holzsockel, auf dem die Hände befestigt werden. Es gibt allerdings auch viele andere Möglichkeiten, die mit Kati individuell besprochen werden können. Nachdem mir Kati ein paar inspirierende Beispiele gezeigt hat (einsehbar auf www.unikati.ch), habe ich mich für den Rahmen und die schlichten Farben Grau und Weiss entschieden.

Was Kati von unikati – Erinnerungen für ́s Leben daraus für ein Kunstwerk gezaubert hat, seht ihr auf diesem Foto.

alexis

Die Schwangerschaften und die Geburten meiner beiden Kinder waren sehr besondere Kapitel in meinem Leben. Allerdings wachsen die Kleinen so schnell, dass man gar nicht nachkommt die Emotionen und Gefühle zu ordnen. Daher finde ich die Idee, die kleinen Händchen und Füsschen der Kinder plastisch und in 3D festzuhalten, ganz besonders. Schade, dass ich unikati erst nach meiner zweiten Schwangerschaft entdeckt habe. Zu gerne hätte ich mir meinen Babybauch von Kati verewigen lassen, so dass ich auch nach vielen Jahren noch hätte sehen können, wie wunderschön mein Bauch damals war. Naja, man weiss ja nie, ob nicht vielleicht auch mal noch ein drittes Kind kommt. Darum habe ich mir von Kati auch alles über das Erschaffen eines Babybauch-Gipsabdrucks erklären lassen. Ende des achten Monats, zwischen Woche 34 und 36, hat der Babybauch die schönste Form und somit ist dies der ideale Zeitpunkt, um einen Gipsabdruck zu erstellen. Der Zeitaufwand für die Abformung ist ca. 30 Minuten.

Am schönsten wird der Bauchabdruck im Stehen. Falls jemand jedoch Probleme mit Schwindel hat, kann man den Abdruck auch sitzend machen. Danach wird bei einer Tasse Tee oder Kaffee schon mal darüber gesprochen, wie die Bemalung aussehen soll. Da gibt es ganz viele spezielle Angebote bei unikati.

Diese werden wie folgt unterschieden:

Schlicht
unifarbener Bauch mit Name und Geburtsdatum, inkl. Umrandung und Schleife.

Mini
unifarbener oder zweifarbiger Farbverlauf mit Name und Geburtsdatum und einer kleinen Bemalung. Inklusive Umrandung und Schleife.

Midi
Collage-/Mixed Media Technik mit diversen Farben, Stempeln, Schablonen und weiteren kreativen Details. Inkl. Name, Geburtsdatum, Umrandung und Schleife.

Zentangle
Zentangle Technik ist mehrheitlich Schwarz und Weiss, allenfalls mit einigen wenigen Farbtupfern. Objekte wie Tiere, Landschaften oder Mandalas werden mit schwarzem Stift auf den Bauchgemalt und dann mit lautern kleinen Mustern ausgefüllt. Inkl. Name, Geburtsdatum, Umrandung und Schleife.

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Kunst
Hier wird der Bauch zum Kunstobjekt. Vergleichbar mit Bildern auf Leinwand.

Bevor mit der Gestaltung begonnen werden kann, sind allerdings noch viele weitere Bearbeitungsschritte nötig. Nachdem der Rohling ca. 12-24 Stunden getrocknet hat, wir d er in Form geschnitten. Zu dünne Stellen werden ausgebessert und die Kanten werden mit zusätzlichen Gipsbinden verstärkt. Auf der Rückseite des Bauches werden bereits Haken für die spätere Aufhängungsmöglichkeit eingearbeitet. Danach wird der Bauch mit mehreren Schichten Glättungsmasse überzogen, die immer wieder gutdurchtrocknen müssen. Dann muss der Bauch geschliffen werden, so dass er eine glatte Oberfläche bekommt. Nach zwei Schichten weisser Grundierung kann dann erst mit der Bemalung begonnen werden.

unikati

Kati erzählt mir, dass dieser Prozess der Oberflächenveredelung sehr zeitintensiv und auch körperlich anstrengend ist. Vor allem natürlich das Schleifen geht ganz schön in die Arme. Der Zeitaufwand beträgt insgesamt ca. 5h ohne Trocknungszeiten. Vielfach werden die gewünschten Motive erst von Hand grob vorskizziert und dann mit Acrylfarbe gemalt. Bei der Collagentechnik kommen auch Servietten, Decoupagepapier, diverse Stempel und Schablonen zum Einsatz.

Schaut doch mal auf www.unikati.ch, dort gibt es eine sagenhafte Galerie mit vielen Bildern zu den einzelnen Techniken. Ich persönlich kann kaum in Worte fassen, wie wahnsinnig toll ich Katis Arbeiten finde. Sie sind wirklich Unikate und daher ist auch die Namensgebung „unikati“ extrem passend. Wer also die Händchen und Füsschen des eigenen Sprösslings oder den eigenen Babybauch als Kunstwerk verewigen möchte, sollte sich am besten mit Kati per Email

info@unikati.ch

oder per Facebook in Verbindung setzen.

Speziell für diesen Blog, biete Kati sogar noch einen Wettbewerb an:

Unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird ein Gutschein im Wert von 200,– verlost. Diesen kann man für einen Babybauch oder auch für 3D Abformungen einlösen.gutschein

Und wer jetzt auch noch die Seite von „Rosarot und Himmelblau“ und „unikati – Erinnerungen für`s Leben“ liked und sich beim Newsletter von „Rosarot und Himmelblau“ registriert erhöht seine Chance diesen Gutschein zu gewinnen. 

Also dann nichts wie los.

Janina´s Food Tip

Ich koche und backe gerne – und noch lieber esse ich! Für alle, denen es auch so geht (und vielleicht wie ich ein Trainingsziel verfolgen und mehrmals pro Woche Gewichte stemmen) habe ich hier die superleckere und auch noch kalorienreduzierte Variante von Pancakes – auch „low carb“ genannt. Natürlich eignet sich das Rezept auch für alle anderen – es ist einfach nur lecker.

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Rezept
50 g gemahlene Haferflocken
30 g Whey (kann auch weggelassen werden, gleiche Menge Haferflocken Mehl nehmen)
1 Eiklar
1-2 EL Magerquark
1 Schuss Sojamilch oder Kuhmilch
1-2 TL Backpulver
1 Handvoll Himbeeren (für die Deko oder andere Früchte)
Süßstoff (bei süssem Whey nicht mehr notwendig)

Zubereitung
– Verrührt alle Zutaten zu einem glatten Teig
– Er sollte nicht zu flüssig sein und klumpenweise
von der Gabel fallen
– Backt jeweils 1 EL Teig in der Pfanne bei kleiner Stufe zu Pancakes aus. Wer mag, kann die Pfanne vor Gebrauch dünn mit Öl bestreichen.

Auf meinem Foto fehlen die Früchte  – die Abbildung zum Blog war eine spontane Idee frühmorgens um 8 Uhr – ich hatte nichts Fruchtiges im Haus, deshalb habe ich einfach etwas Natur Joghurt darüber geleert. Ich war überrascht, wie lecker diese Pancakes sind: wenn man sie mit einem normalen Rezept vergleicht, hat es doch einige Abweichungen.

Auf die Pancakes und loooooos…

/ Janina Wolf

Janina`s Skiferien Tip: Skiferien mit Kleinkind? Skiferien mit Kleinkind!

Jahrelange Erfahrung in Sachen „Skiferien mit Kleinkind“ bewegen mich dazu, euch meine Erfahrungen, Tipps und Erlebnisse davon zu berichten – soeben sind wir nämlich von den Skiferien zurückgekehrt. Die Kinder sind und waren immer zwischen 10 Monaten und knapp zwei Jahre alt während den Ferien – hab ich grad bemerkt.

Das Event „Skiferien“ kann man entweder sportlich locker sehen oder zuhause bleiben – man kann die Kleinen ja unmöglich ganztags auf den Rücken binden und die Pisten runter rasen wie in Jugendzeiten.

Hier ein paar Anekdoten, mögliche Tipps und Tricks für „trotzdem tolle & erholsame Skiferien“ – Statisten sind: Mami, Papi, Kinder.

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Grundausrüstung:
Schlitten mit Sitz und warmem Sitzsack plus Lammfell
Tragehilfe oder Tragetuch
Kinderwagen
Rucksack – eventuell mit Schlitten, wie auf dem Foto
etwas zum Lesen für die Eltern

Musik auf dem Iphone

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Papi fährt Ski mit allen, die schon auf Skis stehen können.

Mami spaziert, schlendert oder gibt Gas beim Spazieren (sportlich fitter Aspekt) mit dem Kleinsten – entweder nimmt sie gemütlich die Sesselbahn und trifft sich mit allen anderen zum Mittagessen oder sie läuft die 2,3 Kilometer hoch und hat ein tolles Workout gemacht.

Andere Geschwister mögen das „beim Fahren zuschauen“ und sind unheimlich stolz, die neuesten Fahrkünste zu präsentieren.

Nach dem Lunch sind die meisten Kids primär erstmals pausenbedürftig und es bietet sich an, etwas an die Sonne zu liegen, ein Pfüüsi zu machen oder nach dem strengen Skifahren mit Papi ein gemütliches Nachmittagsprogramm durchzuführen.

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Nun was macht Mama in dieser Zeit?
– lauschiges Plätzli suchen an der Sonne und entspannen (wenn man immer vier Kids um sich hat, ist das Erholung pur)
– ein Buch lesen und Musik hören
– wenn das Kleine am Rücken schläft, spazieren gehen (es gibt sicher überall einen Wander- oder Schlittelweg) oder sich eine Après-Skibar suchen, an der sicherlich gute Musik läuft und es ein  (selbstverständlich alkoholfreies) Sprudelgetränk gibt…
(-es gibt auch noch das Handy, Tablet oder sonst was um die Zeit zu vertreiben)

Oft schlafen Kinder während Ferienzeiten weniger lange – das darf man nicht so eng sehen und vorallem nicht vor den Ferien denken, dass während den Ferien alles so laufen muss wie Zuhause. Man muss vermutlich einfach mit der lockerflockigen Einstellung in die Ferien gehen, dass es gaaaaaaaanz anders wird wie Daheim…

Sollten Mami sich nichtsdestotrotz für den wohltuenden Mittagsschlaf im Hotel entscheiden – sucht euch ein Hotel mit Nachmittagsprogramm für euch (Yoga, Massagemöglichkeiten, Kinderhütedienst, Spa, etc…)

Bei ganz schlechtem Wetter könnte man auch einfach im Hotel bleiben oder man shoppt im nächst grösseren Ort – das tut auch gut.

Bevor ich euch in die Skiferien lasse: natürlich gibt es die Option umgekehrt: Mami fährt Ski und Papi schaut zum Kleinsten.

Für uns war diese Methode heuer kein Thema. Papa wünschte sich für einmal viel Zeit mit den Kids und ich erholte mich prächtig nebenbei.

Also: Helm auf und Ski Heil !!!!

maitli/ Janina Wolf

Janinas Bastel-Tipp

Heute widmen wir uns dem Thema Basteln. Ich weiss, Weihnachten ist gerade vorbei, aber irgendjemand hat ja trotzdem stets Geburtstag. 😉 Oma oder Opa, Götti oder Gotti oder sonst ein Familienmitglied. Aus Erfahrung weiss ich, dass sich die Familie und Freunde immer über etwas Selbstgebasteltes freuen und die Freude ist grösser, wenn man es gebrauchen kann.

DSC_6230(1) Gesucht – gefunden – endlich – für Gross und Klein machbar:

 – ein transparentes Schneidebrett wie auf dem Foto (bei Coop gefunden)

– die richtigen waschbaren Farben von Gonis

– eine Bastelunterlage

– Bastelkleider für die Kinder

– alte Leintücher, um verschmutzte Hände und Füsse schnell zu reinigen

– Haushaltsrolle, Pinsel…

 und los geht’s…

Wichtig: auf der Rückseite des Schneidebretts malen oder schreiben … spiegelverkehrt nicht vergessen!

Wir lassen der Fantasie nun grosse Freiheit und vollen Lauf.

Babies können Fussabdrücke platzieren – Tiere daraus gestalten als Beispiel.

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Mit meiner 2-jährigen Tochter wählte ich die Finger-Abdrucktechnik auf Bild 2 – und die Handabdruck-Technik auf Bild 3, für alle, die nicht erkennen, was es sein soll: es ist eine Qualle und ein grosser gelber Tintenfisch – gemacht aus Hand- und Fussabdrücken.

Eine weitere Möglichkeit für grössere Kinder ist, die Abbildungen unter das Brett zu legen und sie obenseitig abzumalen oder nachzuzeichnen.

Nach Beendigung der Meisterwerke empfehle ich, sie einen Tag trocknen zu lassen, bevor man sie im Geschirrspühler (ohne Tabs oder Waschmittel) bei cirka 60 Grad einen Waschgang lang „einbrennt“ – es kann immer und immer wieder gewaschen und verwendet werden – wir haben den Elchtest gemacht.

Auf die Plätze – fertig – los – die Bastelrunde mit Janina ist eröffnet.

DSC_6237(1)/ Text und Fotos: Janina Wolf

Janina`s Food Tip

Gemüsepfanne

GEMÜSESich gesund zu ernähren, bedeutet nicht automatisch, immer lange in der Küche zu stehen.

Neulich war ich (kurz vorher noch mit der Jüngsten einkaufend) um 5vor12 zuhause. Die Kinder hatten wahnsinnigen Hunger, so wie sich das für Kinder gehört, die um 11.30 Uhr die Schule fertig haben und sich aufs Mittagessen freuen.

Bereits beim Einkauf-Reintragen drehen sich meine Gedanken um „was soll ich in der kurzen Zeit denn noch Gutes kochen“? Kurzentschlossen schneide ich alles im Kühlschrank vorhandene Gemüse klein und kippe es in meine geliebte Pfanne (ich liebe sie wirklich, das Gemüse ist darin so schnell gar – doch dazu ein
andermal…).

DSC_6201Karotten, Fenchel müssen zuerst rein (die haben am längsten, gar zu werden), Broccoli, Zwiebeln, etwas Rapsöl oder Kokosöl. Deckel drauf und die Pastapfanne bereitstellen. Kurz darauf schnipsle ich Zucchetti in den Gemüsetopf und als Vorspeise gebe ich den Kids einen Teller mit Gurken, Peperoni und Karotten.

Im Backofen schmoren die (leider nicht bikinitauglichen) Fischstäbchen für die Kinder. Während das Gemüse bei mittlerer Hitze vor sich hindampft, räume ich die Einkäufe in die Schränke und wickle die kleinste Maus noch schnell.

Jetzt würze ich das Gemüse mit Curry, Pfeffer, Aromat und Provencal (wir mögen es pikant) und kippe die Pasta ins brodelnde Wasser.

Die Kids decken den Tisch und das 30-Minuten-Menü ist gut, gesund und attraktiv. Für Mama, die auf die Linie guckt, gibt’s natürlich keine Fischstäbchen. Sonst wären ja zuwenig da für 4 Kinder.

DSC_6204Crème fraiche passt auch über das Gemüse!!

en Guete!

Eure Janina mit Kidz.

Text und Fotos: Janina Wolf

Janina`s Food Tip

Wer kennt das Problem von unangemeldetem Besuch nicht?

Abends vor dem Fernseher knurrt der Bauch – so ganz spontan ruft er nach Süssem und im Kühlschrank befindet sich nichts davon.

Zu allem hin möchte man eigentlich auch noch die Figur „schonen“ und nach der Heisshungerportion am Mittag nicht noch tausend Kalorien in Form von Schokolade zu sich nehmen – kurz vor den sonst süssen Träumen. 😉

Hier findet ihr meine sehr sehr leckere und gesunde Idee für Zwischendurch:

DSC_6223Rezept:

2 Esslöffel Griess (auf dem Boden der Schale von ungefähr 11 cm Durchmesser verteilen – oder auf den Böden, falls ihr mehrere macht…)

Früchte (mein Favorit sind Zwetschgen, Himbeeren für die Süssen und Brombeeren für die Sauren aus dem eigenen Garten) – natürlich passt auch jede andere Frucht!

Die Beeren ganz auf dem Boden verteilen, die grossen Früchte kleiner schneiden

In einer Schale 4 Esslöffel Haferflocken mit 1 kleinen Esslöffel Honig mischen (die Mischung kommt am Schluss obendrauf)

4 Esslöffel Magerquark mit 1 Kaffeelöffel Zucker mischen und über die Früchte verteilen

Jetzt noch die „Honig-Haferflocken“ darüber verteilen

Die gesunden Janina-Früchteküchlein bei circa 200 Grad 30 min in den Backofen.

Ab in die Küche – fertig – los!

/ Janina Wolf

Yoga Heim Praxis als Vollzeit Mami

Vor einigen Jahren hatte ich die Möglichkeit zu entdecken, dass Yoga nicht, wie ich immer dachte, langweilig und nur für ältere Menschen, sondern physisch und mental herausfordernd und auf allen Ebenen bereichernd ist. Dieser Weg hat mich schlussendlich zur Yoga-Lehrer-Ausbildung geführt. Seither kann ich mir ein Leben ohne meine Praxis nicht mehr vorstellen.

Es haltet mich nicht nur körperlich fit, sondern hilft mir auch, mich zu beruhigen, entspannen und erlaubt mir mein Ich und meinen eigenen Körper jeden Tag bewusster zu erleben. Es hilft mir, sorgsamer auf meinen Körper zu hören und gelassener mit den Dingen des Alltags umzugehen.

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Nach einem Autounfall, wie auch dem vielen Sitzen im Studium, hatte ich Probleme mit meinem Rücken und ständig Rücken- und/oder Ischiasschmerzen. Seit ich aber regelmäßig Yoga praktiziere, ist kein Tag vergangen, an dem ich diese Schmerzen jemals wieder gespürt habe.

Als Hebamme weiss ich, dass viele Frauen durch das Dehnen der Bänder, den Hormonen, dem Gewicht des Kindes (entweder im Bauch oder nach der Geburt beim Stillen oder einfach nur vom Herumtragen des Babys) oder sogar nach einer schweren Geburt, Probleme mit dem Rücken haben. Leider wird die Wichtigkeit der Rückbildung mit Gymnastik (das kann Pilates, ein Rückbildungskurs, Heimübungen oder Yoga sein) nicht genügend in den Vordergrund gestellt und berücksichtigt. 6-8 Wochen nach der Geburt kann mit sanften Übungen begonnen werden. Zu einer normalen Yogastunde wird jedoch erst 4 Monate nach der Geburt empfohlen, wegen der extremen Belastung auf Beckenboden und Bauchmuskulatur, die langsam und einfühlsam wieder aufgebaut werden muss, damit keine Schäden entstehen. Ich habe zwar nicht geboren, bin aber über Nacht Vollzeit-Stiefmami von 2 Jungs geworden. Die Jungs sind 4 und 6 Jahre alt und voller Energie. Vorallem wenn sie zusammen sind, ist es fast unmöglich, die Augen von ihnen zu lassen, ohne dass einer der zwei weint oder sich verletzt. Jungs halt :)
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Über die letzten 8 Monate habe ich versucht zu lernen, wie ich meine Praxis in den Alltag eines Full Time Mamis einbauen kann, ohne egoistisch zu sein und die Bedürfnisse der Kinder zu berücksichtigen, jedoch mich selber nicht ganz zu vergessen.
Tönt ganz simpel und einfach, es hat sich jedoch alles andere als das erwiesen!


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Nun, was macht eine Full-Time-stay-at-home – Yoga Mami, die ihre Heimpraxis nicht nur geniesst, sonder auch braucht?
Gerne möchte ich euch mitteilen, zu welchen Schlüssen ich gekommen bin und was mir geholfen hat, wieder in eine Yoga Heimpraxis Routine zu kommen. Vielleicht hilft das der einen oder anderen frisch gebackenen Yoga Mami schneller wieder auf die Yoga Beine zu kommen:


1. Sich Zeit nehmen für die Praxis: Das klingt sehr einfach und selbstverständlich, es ist jedoch der häufigste Grund und der wichtigste Punkt für eine Heimpraxis. Vorallem ist dies schwer, wenn man nicht mehr in der gewohnten Routine ist. Wenn dir deine Praxis wichtig ist, lege Wert darauf, dir Zeit zu nehmen. Was mir geholfen hat, ist entweder früher als die Kinder und meinen Mann aufzustehen (wenn ich nicht zu erschöpft bin, was viel vorkommt mit so einem voll gepackten Tag mit 2 Jungs!), oder die Zeit vor dem Nachtessen zu nehmen, wenn jemand anders Zuhause ist und mit den Kindern spielen kann, wenn die Kinder einen Nachmittagsschlaf halten oder nachdem sie im Bett sind (dieser Punkt ist am wenigsten zutreffend für mich, da ich diese Zeit gerne mit meinem Mann verbringen möchte). Sei dir bewusst, dass 15 Minuten besser sind als gar nichts. Ich kann dir versprechen, dass du überrascht sein wirst, was du alles erreichen und machen kannst, wenn du dich zu deiner Yoga Zeit verpflichtest.


2. Keine Entschuldigungen: Ich habe viele Entschuldigungen von Freundinnen, die Yoginis und schwanger und/oder Mamis sind gehört, weshalb sie nicht praktizieren können. Bevor ich selber Stiefmami geworden bin, habe ich mir versprochen, dass ich nie so sein werde und habe nicht wirklich verstanden, weshalb das passiert. Jetzt sehe ich die ganze Sache ganz anders. Ich habe immenses Einfühlungsvermögen jeder Frau gegenüber und respektiere ihren Weg. Yoga Praxis hin oder her. Was ich jedoch für mich selber herausgefunden habe, ist, dass ich viel früher wieder mit meiner Praxis hätte anfangen können, ich war einfach noch nicht bereit dafür und ich war so überwältigt mit meiner neuen Aufgabe als Mami, dass ich keine Energie hatte, einen Weg zu finden. Jetzt weiss ich, dass ich mir selber keine Entschuldigung machen darf, weshalb ich nicht praktizieren sollte. Sei es mangelnde Energie oder was auch immer. Wir haben alle Tage, an denen wir eine Pause machen müssen oder dürfen. Sei es wegen eines vollgepackten Tages oder was auch immer. Es gibt Menschen im Leben, die an erster Stelle kommen, vor uns selbst. Ein Beispiel dafür sind unsere Kinder, das ist genau so eine Entschuldigung, welche viele Mamis haben. Ich habe gelernt, dass es nicht fair ist, die Menschen, die uns wichtig sind, als Grund zu nehmen. Ich meine, schlussendlich haben die Kinder und der Ehemann genau so viel von der eigenen Praxis wie du selbst, da du ihnen nicht nur einen gesunden Lebensstil, sondern auch die Wichtigkeit des eigenen Wohlbefinden vorlebst.


3. Die Kinder in die Praxis involvieren: Vorallem mein jüngster Stiefsohn ist zutiefst an allem interessiert, was ich oder sein Papa macht. Als ich angefangen habe, mir die Zeit für meine Praxis zu nehmen und mir dann einen Yoga Raum gestaltet habe, wo ich die Türe schliessen kann und in meine kleine Welt eintauchen darf, ist das Interesse gewachsen, zu sehen, was Britt denn auch mit diesem Yoga Zeug macht. Ich habe angefangen, ihm einige Sachen zu demonstrieren und ihn einige Übungen gelehrt. Es macht ihm so viel Spass und er wollte nach einer Weile sogar selber die Yoga Lehrer Stelle übernehmen. Jetzt fragt er mich immer wieder, ob wir bitte zusammen Yoga machen können. Nicht nur macht es ihm selber Spass, er versteht und berücksichtigt seither, wenn ich mich für einige Minuten oder eine halbe Stunde/Stunde (wenn sie artig sind und es mir erlauben!) zum Yoga entschuldige. Er hilft mir meinen Altar zu gestalten und die Kerze anzuzünden oder wieder zu löschen. Er hat unter anderem gelernt, wie man mit Yoga mit Wut oder Traurigkeit umgehen kann. Er hat mich letzte Woche gefragt, was er machen kann, damit er nicht mehr so wütend sein muss, er konnte die Wut einfach nicht abbauen. Ich habe ihn dann gelehrt, wie man Atmen und einfach Om Om Om Om Om singen kann. Er hat sich nach 5 Minuten besser gefühlt und macht das seither jedes Mal, wenn er wütend ist. Super süss.. und was für ein wertvolles Geschenk, in einem so jungen Alter schon so etwas Wichtiges zu lernen. Ich bin so stolz auf ihn und seinen Bruder, aber auch auf mich selber, dass Yoga wieder einen Platz in meinem meist stressigen Alltag gefunden hat.

Namaste!!!

/ Britta York Frischknecht

Janina`s Food Tip

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Wer kennt’s nicht: Kids sollten für in die Schule ausgiebig, gesund und nahrhaft frühstücken. 😉 Nun haben aber die lieben Kinder keine Lust oder auch keine Zeit zum Frühstücken. Man nehme also einen Mixer oder auch Stabmixer (nicht die beste Wahl, geht aber auch) und mische:

Grundrezept:

1 Banane
1 andere Frucht oder eine Handvoll Beeren
eine halbe Avocado (wenn man es mag)
ca. 10 g Haferflocken
ca. 5 g Chia Samen
5 dl Flüssigkeit (z.Bsp. Milch, Wasser, Saft, Reismilch usw.)

Das wäre mal das Grundrezept; man kann die Früchte nach Saison auswählen oder wie ich es gerne handhabe, aus dem Gefrierschrank nehmen (ich habe immer Zwetschgen und Brombeeren aus dem Garten eingefroren). Auch kann man noch Nüsse oder andere Samen beifügen, wie man es gerade mag und zuhause hat. 😉 Geschmäcker sind verschieden… Wenn einem das Getränk zu dick erscheint (auch das mag nicht jeder), einfach mehr Flüssigkeit dazu geben.

DSC_6185Nun, warum mögen meine Kids dieses Frühstück wohl so gerne?

1. sie müssen nichts kauen
2. sie können es selbst zubereiten (am Abend vorher oder am Morgen frisch)
3. Mama hat keine Arbeit (wohl eher mein Pluspunkt)
4. es geht fix
5. es schmeckt soooo lecker

En Guete!

/ Janina Wolf